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Veränderung ist das Buzzword der heutigen Zeit – und wir alle sind geneigt, die Augen zu verdrehen, wenn einer mit Veränderung um die Ecke kommt. Geschäftsmodelle müssen sich verändern, Mitarbeiter haben sich zu verändern, um den Anschluss nicht zu verlieren, Führung muss sich verändern. Das mag ja alles in gewissem Sinne stimmen. Problem: der Begriff Veränderung suggeriert in der heutigen Zeit: „Schmeiß weg was war und mach neu.“ Stimmt nicht oder nicht immer. Denn das würde ja bedeuten, dass alles, was war, schlecht ist, auf den Müllhaufen der Geschichte gehört. Machen wir uns frei von der Konnotation des Begriffs und machen aus Veränderung Verwandlung. Verwandlung bedeutet, ehrlich zu analysieren, was gut ist, was erhaltenswert ist und was tatsächlich neu werden muss, um für die Zukunft gerüstet zu sein.

Neben vielen anderen Branchen – vor allem den vermeintlich modernen, der New Economy des Internetzeitalters – steht auch vielen Unternehmen der Versicherungsbranche ein Verwandlungsprozess bevor. So auch der IHS in Leipzig. Eigentümer- und Geschäftsführungswechsel führen zwangsläufig zu einer Verwandlung. Nicht nur für Arbeitsweise und Führung. Die neue Führung hat erkannt, dass auch eine Verwandlung des Geschäftsmodells zwangsläufig notwendig ist, um Team, Kunden und Unternehmen in die Zukunft zu führen.

Damit Verwandlung gelingen kann, folgt das Team im Idealfall der Vision und den Gedanken von „denen da oben“. In größeren Unternehmen und Konzernen ist der Verwandlungsprozess häufig von enormen Wiederständen geprägt, stehen etablierte Strukturen und Prozesse dem deutlich stärker im Weg, als in kleineren Teams. Denn in kleinen Unternehmen, besteht die viel bessere Chance, alle von Anfang an in den Prozess einzubeziehen, alle gleichzeitig und gleichermaßen zum Teil der Verwandlung zu machen bzw. sie einzuladen den Weg aktiv mit zu gestalten. Aber auch in kleinen Teams gilt es zu wissen und damit zu beachten, dass Verwandlung bestimmten Regeln unterworfen ist. Eine der ersten Regeln ist, dem Team Raum und Zeit zu geben, sich auf Verwandlung und die Strategie von Oben einzulassen, sie ihre Chancen fühlen und ihre Ängste adressieren zu lassen.

Im Fall der IHS war der wirklich öffnende, die Konventionen auflösende Rahmen ein gemeinsamer Kochabend. Das Übernehmen völlig anderer Aufgaben, das Verteilen von Tätigkeiten frei von etablierten Teamstrukturen, hilft, die Perspektive auf den Kollegen zu wechseln, Clichés und Glaubenssätze im Kopf aufzulösen und sich auf völlig neuem Boden und damit frei neu kennenzulernen und sich zu begegnen: mit einem gemeinsamen Ziel – einem entspannten und leckeren Abendessen.